IKÖ-Promotor*innen-Ausbildung

im Rahmen des Projekts Lebendige Nachbarschaften (LeNa) der Lan­des­frei­wil­li­gen­agentur Berlin e. V. in Kooperation mit moveGLOBAL e.V.


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Be­schrei­bung

Deutsch­land ist fak­tisch ein Ein­wan­de­rungs­land und ge­prägt von kul­tu­rel­ler Viel­falt von Men­schen aus ver­schie­de­nen Län­dern der Welt. Die­se Viel­falt be­deu­tet ei­ner­seits eine gro­ße Be­rei­che­rung für die Ge­sell­schaft, bringt aber an­derer­seits auch vie­le Her­aus­for­derungen mit sich. Das fried­li­che und le­ben­di­ge Mit­ein­an­der im Stadt­teil hängt von der Teil­ha­be al­ler Men­schen ab. Da­für muss sich die Mehr­heits­ge­sell­schaft öff­nen und auf die ver­än­der­ten An­for­de­run­gen ei­ner Ein­wan­derungs­ge­sell­schaft re­agie­ren. Es braucht eine gut eta­blier­te Will­kom­mens­kul­tur für neu Zu­ge­wan­der­te und eine An­er­ken­nungs­kul­tur für die hier le­ben­den Men­schen mit Migrationsgeschichte.

Das ist eine zen­tra­le Auf­ga­be der In­ter­kul­tu­rel­len Öff­nung (IKÖ). Sie hat zum Ziel, Zu­gangs­bar­rieren in öf­fent­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen ab­zu­bau­en, gleich­be­rech­tig­te Teil­ha­be­chan­cen in der Ge­sell­schaft für alle Men­schen zu schaf­fen und An­er­ken­nung zu er­mög­li­chen. Doch was steckt ge­nau da­hin­ter? Wel­che struk­tu­rel­len und in­di­vi­du­el­len Aspek­te hat die IKÖ? Wie ge­hen wir mit der Po­la­ri­sie­rung der Ge­sell­schaft, Vor­ur­teils­ent­wick­lung und dem All­tags­ras­sis­mus um? Wie fit und in­ter­kul­tu­rell of­fen sind die Stadt­teil­zen­tren, Frei­wil­li­genagen­tu­ren und an­de­re öf­fent­li­che Ein­rich­tun­gen für die zu­neh­men­de Viel­falt un­se­rer Ge­sell­schaft? Wel­che Schrit­te und Maß­nah­men sind mög­lich? Wie groß ist die Kluft zwi­schen Wunsch und Wirk­lich­keit in Be­zug auf in­ter­kul­tu­rel­le Öffnung?

Die Qua­li­fi­zie­rungs­rei­he dient der pra­xis­na­hen Er­ar­bei­tung bzw. Ver­tie­fung ei­nes ge­mein­sa­men Ver­ständ­nis­ses von IKÖ und ver­mit­telt in­ter­kul­tu­rel­les Wis­sen, Me­tho­den­kom­pe­tenz und regt zu Selbst­re­fle­xio­nen an. Des Wei­te­ren bie­tet sie die Ge­le­gen­heit, sich mit an­de­ren Teil­neh­men­den über die Rol­le von In­ter­kul­tu­ra­li­tät und ihre ei­ge­ne Rol­le als Promotor*in aus­zu­tau­schen, ihre ei­ge­ne De­fi­ni­ti­on von In­ter­kul­tu­rel­ler Öff­nung prak­tisch und stra­te­gisch wei­ter zu ent­wi­ckeln, von­ein­an­der und vor al­lem mit­ein­an­der zu ler­nen, von prak­ti­schen Er­fah­run­gen an­de­rer zu profitieren.

Die pra­xis­be­glei­ten­de Qua­li­fi­zie­rung be­steht aus 3 Mo­du­len (1 Mo­dul = 2 Tage), er­folgt in ei­nem Zeit­raum von drei Mo­na­ten und wird mit ei­nem Zer­ti­fi­kat abgeschlossen.

Ziel­grup­pe

Die Aus­bil­dungs­rei­he eig­net sich für Mitarbeiter*innen von Stadt­teil­zen­tren, Frei­wil­li­gen­agen­tu­ren, Quar­tiers­ma­nage­ment, Nach­bar­schafts­häu­sern, Mi­gran­ti­schen Or­ga­ni­sa­tio­nen und en­ga­gier­te Eh­ren­amt­li­che, die ei­nen Bei­trag zur tat­säch­li­chen in­ter­kul­tu­rel­len Öff­nung von Or­ga­ni­sa­tio­nen in un­ter­schied­lichs­ten zen­tra­len Le­bens­be­rei­chen und Hand­lungs­fel­dern leis­ten wol­len und dazu fach­­lich-fun­dier­te In­for­ma­tio­nen und prak­ti­sche Im­pul­se brauchen.

Zie­le der Qualifizierungsreihe

  • Kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit den be­stehen­den Struk­tu­ren in Be­zug auf In­ter­kul­turel­le Öffnung
  • Aus­bau in­ter­kul­tu­rel­ler Fä­hig­kei­ten und prak­ti­scher Kennt­nis­se, die im Um­gang mit der kul­tu­rel­len Viel­falt be­nö­tigt werden
  • Ent­wick­lung um­setz­ba­rer Schritte/Perspektiven, die nach­hal­tig ei­nen Pro­zess von struk­tu­rel­len Ver­än­de­run­gen ein­lei­ten und vor­an­brin­gen können

Me­tho­den

Die Teil­neh­men­den er­war­tet ein in­ter­ak­ti­ver und selbst­re­flek­tie­ren­der Pro­zess und eine ab­wechs­lungs­rei­che Me­tho­den­mi­schung aus In­puts, Ein­zel- und Grup­pen­ar­bei­ten, viel­fäl­ti­gen Übun­gen mit Pra­xis­bei­spie­len und Erfahrungsaustausch.

The­men

  • Di­ver­si­tät er­ken­nen – Um­gang mit Vielfalt
  • Vor­ur­teils­be­wusst ar­bei­ten – Was heißt das?
  • Wie ge­hen wir mit­ein­an­der um am Ar­beits­platz – in Eh­ren­amt – in der Mehrheitsgesellschaft?
  • Re­flek­ti­on von Dis­kri­mi­nie­rungs­for­men – Ent­wick­lung ei­ge­ner Haltung
  • Macht­kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit All­tags­ver­hal­ten und Verantwortungsrollen
  • In­ter­kul­tu­rel­les Konfliktmanagement

Vor­aus­set­zun­gen für die Teilnahme

  • Ei­ge­ne Er­fah­rung mit IKÖ in der Praxis
  • In­ter­es­se an ei­ner nach­hal­ti­gen Eta­blie­rung von IKÖ
  • Aus­bau der ei­ge­nen Hand­lungs­ebe­nen und Um­set­zungs­mög­lich­kei­ten in der Organisation
  • Ein*e Vertreter*in pro Einrichtung

Kos­ten­bei­trag

Der Bei­trag zur Ver­pfle­gung be­trägt 20 Euro pro Mo­dul. Es be­steht die Mög­lich­keit ei­ner Härtefallregelung.

Trai­ne­rin­nen

Eliza­beth Be­loe ist stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de im Bun­des­ver­band NeMO e.V..
In Ber­lin hat sie den Dach­ver­band mo­ve­Glo­bal e.V. 2012 mit­ge­grün­det und war au­ßer­dem en­ga­giert in Vor­stän­den ver­schie­de­ner Or­ga­ni­sa­tio­nen wie dem Lan­des­netz­werk Afri­ka­ni­scher Ver­ei­ne Ber­lin, Ber­lin Bi­lin­gu­al School und dem Ver­band für In­ter­kul­tu­rel­le Ar­beit. 2003 ab­sol­vier­te sie ihr Mas­ter­stu­di­um in „In­ter­kul­tu­rel­ler Ar­beit und Kon­flikt­ma­nage­ment“ bei der Ali­ce Sa­lo­mon Hoch­schu­le zu Ber­lin. Seit 2015 ist sie zu­dem Lehr­be­auf­trag­te für „Di­ver­si­ty Back­grounds“ an der Ber­li­ner Ali­ce Sa­lo­mon Hochschule.

Ca­ro­la Schaaf-De­richs ist Di­plom-So­zi­al­psy­cho­lo­gin, Or­ga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­le­rin und Ma­nage­ment­aus­bil­der­in, Ge­schäfts­füh­re­rin der Lan­des­frei­wil­li­genagen­tur Ber­lin e.V..
In der Lan­des­frei­wil­li­genagen­tur Ber­lin ist sie In­itia­to­rin und Pro­jekt­ent­wick­le­rin bun­des­weit eta­blier­ter Kam­pa­gnen (Frei­wil­li­gen­ta­ge, Ak­ti­ons­wo­che zum bür­ger­schaft­li­chen En­ga­ge­ment, Ber­li­ner Stif­tungs­tag), Aus­bil­de­rin für Frei­wil­li­gen­ma­nage­ment/Eh­ren­amts­ko­or­di­na­tion, zum Kom­pe­tenz­pro­fil für Frei­wil­li­gen­agen­tu­ren, zum Di­ver­si­ty-Lear­ning in Or­ga­ni­sa­tio­nen u.a.m.. In eh­ren­amt­li­chen Funk­tio­nen ist sie Spre­cher­rä­tin im Lan­des­netz­werk Bür­ger­en­ga­ge­ment Ber­lin, Spre­cher­in im Bun­des­netz­werk Bür­ger­schaft­li­ches En­ga­ge­ment und Mit­glied im Na­tio­na­len Bei­rat von Start So­cial (McKinsey&Company). Dar­über hin­aus ist sie als frei­be­ruf­li­che Un­ter­neh­mens- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­be­ra­te­rin selb­stän­dig tä­tig. 2008 wur­de sie mit ei­ner Ver­dienst­me­dail­le der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ausgezeichnet.

Ihre Ansprechpartner*in für die Vorbereitung

Ley­la Ibrahimova
Pro­jekt­ko­or­di­na­ti­on LeNa – Le­ben­di­ge Nachbarschaften
Lan­des­frei­wil­li­genagen­tur Ber­lin, Schu­mann­stras­se 3, 10117 Berlin
Tel.: 030 – 847 108 797
E‑Mail: ibrahimova(at)freiwillig.info

Auch 2020 bie­tet das Pro­jekt Le­ben­di­ge Nach­barschaften (LeNa) der Lan­des­frei­wil­li­gen­agen­tur Ber­lin in Ko­o­pe­ra­ti­on mit mo­ve­G­o­bal e.V. sei­ne IKÖ-Pro­mo­tor*in­nen-Aus­bil­dung an.
 
Das sind die ge­plan­ten ganz­tä­gi­gen Termine:
22. und 23. September
29. und 30. Oktober
24. und 25. November

 
➟ Ein­la­dung
An­mel­dung ab
➟ so­fort.

Le­ben­di­ge Nach­bar­schaf­ten – LeNa | Ler­nen & Qua­li­fi­zie­ren | IKÖ-Promotor*innen-Ausbildung
zu­letzt ak­tua­li­siert 24.07.2020

 

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